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Am 15.August des Jahres 1909 gründeten einige sportbegeisterte Männer den Ballspielverein
" Alemania Horst - Eiberg ". Ihre Namen seien für immer festgehalten:
W.Blüggel, K.Freise, A.Krapp, G.Brendel, W.Lohre, J.Quest, G.Imhoff und P.Wendling.
Trainiert wurde auf dem Gelände am Patoratsberg. Schon Ende des Gründungsjahres wurde der Verein in dem Westdeutschen Spielverband aufgenommen. 1910 wurde der Verein in der C - Klasse eingereiht. Ein Jahr später schloss man sich unter dem Namen
"Sportverein Königssteele - Horst " mit einem anderen Verein zusammen. Außer den zwei gestellten Mannschaften spielte ab 1914 erstmalig eine Schülermannschaft , für damalige Verhältnisse schon eine Sensation. Außerdem gelang dem Verein der Aufstieg B - Klasse. Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges
brachte das Vereinsleben zwar für einige Jahre zum Erliegen, doch schon 1919 wurde dank eines zehnjährigen Pachtvertrages mit Bauer Kaldemorgen ein neuer Sportplatz am Prozessionsweg ( jetzt Friedrichswall ) gebaut. Große Erfolge der Mannschaft stellten sich ein, z.B. der Aufstieg in die A - Klasse
und der Titel des Gruppensiegers viermal in Folge. Kein geringerer als National Spieler Ernst Kuzorra von Schalke 04 besorgte das Training. 1920 erfolgte mit " Union Königssteele " unter dem Namen Sportfreunde 09 e.V. Essen - Steele eine Fusion. 1928 pachtete der Verein für Zehn Jahre ein
Brachland der Stadt Essen. 25000,- Reichsmark brachte man durch Gönner und Kreditaufnahmen zusammen. Fleißige und engagierte Mitglieder griffen zur Schaufel, bewegten 2600 m² großen Bretterzaun mit Betonfeilern, säten Rasen, legten eine Laufbahn um das das Spielfeld an und stellten Tore auf. So
konnte also am 25 August 1929 die " Kampfbahn Ruhrau " Sportfreunde 09 e.V. Essen - Steele mit dem Spiel gegen Preußen 02 eingeweiht werden.
Umso deprimierter war es für die 09er als nach Ablauf des Pachtvertrages mit der Stadt die Tore abgerissen und der Sportplatz zum Gartenland umfunktioniert wurde. Es waren wieder tatkräftige Mitglieder und Kriegsheimkehrer, die mit der Stadt
verhandelten und durchsetzten, dass die " Ruhrau " wieder durch Eigenleistung zum Sportplatz wurde. Die Kleingärtner wurden selbstverständlich mit umliegenden Gartenland entschädigt. In den folgenden Jahren nutzten Steeler Schulen, der Leichtahtletikverein MTG Horst und die Fußballvereine Steele
03 und Steele 11 die Kampfbahn Ruhrau. Auch wurden die Spiele "Steeler Kaufleute " gegen Vorstände der Steeler Fußballvereine hier ausgetragen, der Höhepunkt der " Ruhrau" lag in dem Spiel Steele 09 gegen den Bundesligisten Rot Weiß Essen zum Anlass des 60 - Jährigen Bestehens von 09. 2000
Zuschauer bildeten eine herrliche Kulisse. 1978 sollte durch Beschluss des Rates der Stadt Essen im Zuge der Sanierung Steeles die Ruhrau abgerissen werden. Was tun ! ? Jetzt waren es nicht Schaufel und Hacke, nach denen überzeugte Vereinsmitglieder griffen, sondern Papier und Bleistift. Eine
große angelegte Unterschriftenaktion wurde gestartet. Die Aktion " Rettet den Sportplatz Ruhrau " brachte von Steeler Bürgern 5203 Unterschriften zusammen. Die Politiker ließen daraufhin neue Pläne entwerfen, in denen die Ruhrau erhalten werden konnte.
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